kalender 04

Förderverein Die DRITTE     

Wintervortragsreihe in MAUTERN


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120 begeisterte Zuhörer kamen am 6.Februar 2014 um HR Dr. M. Christian Ortner den Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums zuzuhören wenn es darum ging die Hintergründe aus historischer Sichtweise zu erklären.

Dr. Ortner beleuchtete in seinem Vortrag die Rüstungsanstrengung von 1867 bis zum Jahr 1914 sowie die Strukturen der k.u.k. Armee. Dr. Ortner vermittelte auf eindrucksvolle Art und Weise den Werdegang des ersten Weltkrieges.


Der erste Weltkrieg (1914-1918), wurde aufgrund einer Mischung aus gegenseitigen Bündnisverpflichtungen, übersteigertem Nationalismus, machtpolitischen und strategischen Erwägungen, wirtschaftlicher Rivalität und militärischem Wettrüsten der fünf europäischen Großmächte (Großbritannien, Frankreich, Deutsches Reich, österreich-Ungarn und Rußland) ausgelöst. Ursprünglich war die Konfrontation zwischen dem Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn und dem Königreich Serbien lokal begrenzt. Diese Konfrontation entwickelte sich von einem europäischen Machtkampf zu einem global gefährten Krieg mit 32 beteiligten Nationen.

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Alle Fotos: OStv Karl SCHÖN / Öffentlichkeitsabteilung Kdo3.PzGrenBrig

Der 1. Weltkrieg stellt in vielerlei Hinsicht einen historischen  Einschnitt von großer Bedeutung dar: Das Ausmaß an Zerstörung und Leid durch moderne Waffentechniken (massiertes Artilleriefeuer, Giftgasangriffe, Maschinengewehre, Aufklärungs- und Kampfflugzeuge), neue Methoden strategischer Kriegsführung, die erstmals auch die Zivilbevölkerung zu unmittelbaren Kriegsopfern werden ließ (Aushungerung durch Blockade der Lebensmittel- und Rohstoffzufuhr, uneingeschränkter U-Boot-Krieg), war bis dahin unvorstellbar.

Die Umstrukturierung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aus militärstrategischem Hintergrund machten den 1. Weltkrieg zum ersten totalen Krieg in der Geschichte. Der Diplomat und Politikwissenschaftler George Frost Kennan bezeichnete die als "die große Urkatastrophe unseres Jahrhunderts".
Zusammengefasst kann man vor allem die mangelnde Abstimmung von Außen- und Rüstungspolitk (z.B. Bedrohungsszenarien, Wahrscheinlichkeiten...)  für den Kriegsausgang heranziehen. Auch die Belastung des Militärs mit innenpolitischen Problemen (Nationalitäten, Dualismus, Separatismus..) beeinflusste den Kriegshergang nicht unwesentlich.


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